Piercing-Größenratgeber

1. Ohrläppchen und Oberlappen (Ohrläppchen und darüber)

Es handelt sich um das weichste Gewebe im Ohr, das keinen Knorpel enthält. Es beherbergt eine Vielzahl von Schmuckstücken.

  • Stärke (Dicke): Standardstärken sind 20G (0,8 mm) oder 18G (1,0 mm) .

  • Länge/Durchmesser: Für gerade Piercingstäbe (Labrets) sind 6–8 mm im Allgemeinen ideal. Sollen Ringe angebracht werden, sind je nach Ohrform Durchmesser zwischen 6 und 10 mm empfehlenswert.

2. Helix (Knorpelrebe)

Es befindet sich in der oberen äußeren Falte des Ohrs. Es ist das beliebteste Knorpelpiercing und sieht in Kombination mit mehreren Piercings toll aus.

  • Dicke (Gauge): Sie muss unbedingt 16G (1,2 mm) betragen. Dünnerer Schmuck (z. B. 20G) kann den Knorpel einschneiden und einen „Käsedraht-Effekt“ erzeugen.

  • Länge/Durchmesser: Bei einem verheilten Helix-Piercing beträgt die Länge des Labret-Piercings mit flacher Rückseite in der Regel 6–8 mm . Bei Ringen werden je nach Anatomie Innendurchmesser von 6 mm, 8 mm oder 10 mm gewählt.

3. Tragus

Es handelt sich um einen kleinen, dicken Knorpelvorsprung an der Stelle, wo das Ohr mit dem Gesicht verbunden ist.

  • Dicke (Gauge): 16G (1,2 mm) ist Standard.

  • Länge/Durchmesser: Kurze Labret-Piercings mit gerader Rückseite werden aufgrund der anatomischen Schmalheit und um ein Beeinträchtigungen beim Tragen von Ohrhörern zu vermeiden, bevorzugt. Die ideale Länge liegt zwischen 6 mm und 8 mm . Obwohl ein Ring nur sehr selten bevorzugt wird, ist bei Verwendung eines solchen ein Innendurchmesser von 6 mm geeignet.

4. Schnecke (Ohrmuschel)

Es handelt sich um die breite, schalenförmige Vertiefung in der Mitte des Ohrs. Sie wird auf zwei Arten verwendet: mit einem eleganten Stein (Stecker) in der Mitte oder mit einem breiten Ring, der den äußeren Rand des Ohrs umschließt.

  • Stärke (Dicke): 16G (1,2 mm) oder 14G (1,6 mm) für eine ausgeprägtere Optik.

  • Länge/Durchmesser: Soll ein gerader Stecker (Stab) eingesetzt werden , reichen 6–8 mm für verheiltes Gewebe aus. Wünscht man sich jedoch den ikonischen Ring-Look (Creolen-Ohrring), der diesen Bereich umgibt, sind je nach Ohrbreite größere Ringe mit einem Durchmesser von 10, 11 oder 12 mm erforderlich.

5. Daith

Es handelt sich um die tiefste Knorpelfalte im Inneren des Ohrs, direkt über dem Gehörgang.

  • Stärke (Dicke): 16G (1,2 mm) .

  • Länge/Durchmesser: Aus anatomischen Gründen kann keine gerade Hantelstange verwendet werden. Nur Ringe (Clicker, CBR) oder, seltener, eine gebogene Hantelstange sind geeignet. Der ideale Ringdurchmesser beträgt je nach Tiefe des zu trainierenden Bereichs 8 mm oder 10 mm .

6. Turm

Es handelt sich um einen vertikalen Knorpelvorsprung, der sich ganz oben in der Antihelixregion befindet, eine Schicht oberhalb des Daith.

  • Stärke (Dicke): 16G (1,2 mm) .

  • Länge/Durchmesser: Das Gelände erlaubt keine gerade Hantelstange. Daher wird stets eine leicht gebogene Hantelstange verwendet. Für einen geheilten Rook beträgt die Stangenlänge etwa 6 mm oder 8 mm .

7. Orbital

Es handelt sich weniger um einen spezifischen anatomischen Punkt, sondern vielmehr um eine „Art, Schmuck zu tragen“. Damit ist gemeint, zwei beliebige Piercinglöcher (üblicherweise im Bereich des Ohrläppchens oder der Helix) mit einem einzigen Ring zu verbinden.

  • Dicke (Gauge): 16G (1,2 mm) oder 14G (1,6 mm) je nach gewähltem Bereich.

  • Länge/Durchmesser: Dies hängt ausschließlich vom Abstand zwischen den beiden Löchern ab. Der Ring sollte weder das Gewebe einengen noch zu locker sitzen. Ringe mit einem Durchmesser von üblicherweise 8 mm, 10 mm oder 12 mm werden so gewählt, dass sie dem Lochabstand entsprechen.


Professioneller Hinweis: Millimeterunterschiede können den Sitz des Schmucks am Ohr komplett verändern. Ein makelloses Aussehen wird erzielt, wenn der Schmuck exakt den anatomischen Bezeichnungen und Maßen entspricht.